Das Forschungszentrum Allgäu (FZA) der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten sucht, für das Forschungsgebiet Fertigungs- und Automatisierungstechnik, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in - Doktorand/in (m/w/d)
im Fachgebiet Process Monitoring
in Vollzeit

im Rahmen eines vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Optimierung der Rohstoffproduktivität in der Gießerei- und Stahlindustrie aus Produkten der Recyclingwirtschaft durch Nutzung moderner mathematischer Verfahren, Vernetzung und Digitalisierung“.

Das Projekt:

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines digitalen Systems, das den Schmelzwerken die Möglichkeit bietet, vollständige Informationen (z. B. Analytik, Mengen, Attribute, Energieeinsatz, Preise) über verfügbare und prozessrelevante Rohstoffe der Recyclingindustrie zu erhalten und auf dieser Basis technisch und wirtschaftlich anforderungsgerechte Einsatzstoffe für die jeweilige Schmelze zu beschaffen und zusammenzustellen. Grundlage dafür sind seitens der Recyclingwirtschaft bereitgestellte Daten, die mittels geeigneter maschineller Lernverfahren zu betriebsindividuellen Prozessmodellen verarbeitet werden. Damit soll es Schmelzbetrieben ermöglicht werden, unter Einsatz eines entsprechend entwickelten Softwarenetzwerkes die Gattierung ihrer Aggregate automatisiert so zu optimieren, dass sie für den Schmelzprozess unter den ökonomisch und ökologisch günstigsten Bedingungen betrieben werden können. Für die Hochschule Kempten (HKE) ergibt sich insbesondere die Zielsetzung, geeignete Methoden zur Erfassung und Bestimmung und erforderlichenfalls Berechnung der prozess- bzw. zielgrößenbestimmenden Rohdaten zu entwickeln. Die darauf basierten mittels Predictive Analytics Verfahren errechneten Prozessmodelle müssen in geeigneter Weise validiert und verifiziert werden. Schließlich muss daraus eine praktikable Methodik für die Verwendung der Prozessmodelle zur eigentlichen Prozesssteuerung und -optimierung erarbeitet werden. Der Einsatz von, in der Regel teureren, Primärmetallen soll damit minimiert, im Idealfall vollständig vermieden werden. Mit dem Vorhaben soll erreicht werden, dass die verfügbaren Schrottqualitäten gezielt und bedarfsgerecht bei der Metallherstellung eingesetzt und somit insbesondere hochwertige Legierungselemente im Metallkreislauf gehalten werden. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft geleistet werden.

Weitere Informationen zum Forschungsgebiet sind unter folgendem Link erhältlich: https://wp-kempten.de

Wir bieten Ihnen:

  • interessante, abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeit mit hoher zeitlicher Flexibilität an einer modernen und familienfreundlichen Hochschule
  • umfassende Weiterbildungs- und Fortbildungsangebote (i. d. R. Promotion)
  • großzügige Nutzung der Hochschuleinrichtungen
  • Sozialleistungen nach den Regelungen des öffentlichen Dienstes, insbesondere zusätzliche Altersversorgung
  • betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielen Angeboten
  • einen modernen Arbeitsplatz in einer Region mit einem hohen Freizeitwert
  • einen bis 30.06.2022 befristeten Arbeitsvertrag in Vollzeit
  • Bezahlung nach dem Tarifvertrag der Länder

Ihre Aufgaben:

  • Fachliche Projektbearbeitung: Analyse und Strukturierung der zu berücksichtigenden Prozesse und Prozessdaten
  • Konzeption eines geeigneten Datenmanagements, Modellierung der relevanten Prozesse auf Datenbasis mit vorhandenen maschinellen Lernverfahren
  • Konzeption und Begleitung von Verifizierungs- und Validierungsprozessen
  • Umsetzung und Konzeption von Mensch-Prozessschnittstellen (aktive Prozesssteuerung)
  • Im Projekt arbeiten Sie in einem Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fachrichtungen Informatik, Mathematik, Maschinenbau und Gießereitechnik

Ihr Profil:

  • Erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom) der Gießereitechnik, Maschinenbau/Fertigungstechnik, oder äquivalente Ingenieurwissenschaften
  • Kenntnisse in der Fertigungstechnik mit komplex vernetzten Prozessen, idealerweise metallurgischen Prozessen
  • Grundkenntnisse in der Softwareentwicklung (Python, C#, C++) sind erwünscht
  • Vorteilhaft sind Kenntnisse mit Datenbanken und in Matlab
  • Fließende Englischkenntnisse in Wort und Schrift. Ein hohes Maß an Kreativität, Eigenmotivation und Leistungsbereitschaft setzen wir voraus
Die Hochschule strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am wissenschaftlichen Personal an und würde sich daher über einen hohen Anteil von Bewerberinnen freuen.

Die Stelle ist für die Besetzung mit schwerbehinderten Menschen unter folgenden Voraussetzungen geeignet: Einen Einsatz an ggf. nicht barrierefrei zugänglichen Bereichen zu bewältigen ist. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden ansonsten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte
bis spätestens 09.09.2019
an die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten.

Bitte nutzen Sie hierfür unser Bewerbungsportal.

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